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Tarifabschluss Chemie:
2,8 Prozent Entgelterhöhung, 412 Euro mehr für den Demografiefonds

Stuttgart. IG BCE und Chemie-Arbeitgeber haben in der vierten Verhandlungsrunde am Freitag (27. März) ein Ergebnis unter Dach und Fach gebracht. Die Entgelte der 550.000 Beschäftigten steigen um 2,8 Prozent, die Ausbildungsvergütungen um 40 Euro. Außerdem wird der betriebliche Demografiefonds von 338 auf 750 Euro pro Beschäftigten und Jahr aufgestockt.

Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis unterstrich: „Wir haben in der chemischen Industrie wieder einmal gezeigt, dass eine starke Gewerkschaft tragfähige Ergebnisse für die Beschäftigten erzielt. Wir haben in einer schwierigen Gesamtsituation nicht nur für deutliche Einkommenszuwächse gesorgt, sondern auch den Demografie-Tarifvertrag fortgeschrieben und gestärkt. Das ist wichtig für die Menschen und die Branche, das ist eine echte Investition in die Zukunft.“

Der IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann wertet den Abschluss als einen „tragfähigen Kompromiss. Wir haben eine außergewöhnliche Tarifrunde hinter uns, die gewiss nicht in jedem Jahr zu einer Wiederholung geeignet ist. Über 100.000 Menschen haben auf den Straßen und Plätzen Flagge gezeigt. So konnten wir am Ende ein faires Ergebnis erzielen, das Gesamtvolumen geht in Ordnung. Uns ist gelungen, neue Spielräume für gleitende Übergänge in den Ruhestand zu öffnen.“

Der Tarifabschluss im Einzelnen:

Entgelte
Nach einem Leermonat steigen die Entgelte um 2,8 Prozent, die Gesamtlaufzeit beträgt 17 Monate. Für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten Sonderregelungen.

Die Entgelterhöhung tritt regional unterschiedlich in Kraft: In den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen am 1. April; in Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg und Berlin am 1. Mai; im Saarland und in Nordost am 1. Juni.

Demografie
Herzstück des Tarifvertragswerks „Demografie und Lebensarbeitszeit“ ist der betriebliche Demografiefonds. Die Arbeitgeber zahlen pro Jahr und Beschäftigten 338 Euro in diesen Topf ein. Ein Abkommen über zusätzliche Beträge läuft Ende des Jahres aus.

Neu vereinbart ist, dass der Demografiebeitrag von 338 Euro in Stufen kräftig und langfristig angehoben wird. Die Arbeitgeber zahlen 2016 550 Euro und 2017 750 Euro in den Fonds ein. Die Aufstockung um insgesamt 412 Euro entspricht einer Entgelterhöhung von rund 0,9 Prozent.

Betriebsräte und Geschäftsführungen entscheiden gemeinsam über die Verwendung der Fondsmittel. Im Vertragswerk sind sechs Möglichkeiten festgelegt: Langzeitkonto, Altersteilzeit, Teilrente, Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, tarifliche Altersvorsorge und lebensphasenorientierte Arbeitszeit („RV 80“). Mit der Aufstockung entstehen neue Gestaltungsspielräume, die die IG BCE vor allem auch für eine bessere Ausstattung der gleitenden Übergänge in den Ruhestand nutzen will.

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Chemie-Tarifrunde: Vassiliadis fordert von den Arbeitgebern Rückkehr zur tarifpolitischen Vernunft

Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis hat von den Chemie-Arbeitgebern eine „Rückkehr zur tarifpolitischen Vernunft“ verlangt. „Wir erwarten, dass jetzt endlich ein ernsthaftes Angebot als Grundlage für seriöse Verhandlungen und einen akzeptablen Abschluss auf den Tisch kommt“, sagte der IG-BCE-Vorsitzende vor 6000 Teilnehmern einer Kundgebung seiner Gewerkschaft.
 
Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde (12. März, Neuss) angeboten, die Entgelte bei einer Ge-samtlaufzeit von 15 Monaten um 1,6 Prozent anzuheben. Außerdem sollen für das Jahr 2016 pro Beschäftigten 200 Euro zusätzlich in den betrieblichen Demografiefonds eingezahlt werden.

Die IG BCE hat diese Vorstellungen als „Provokation“ zurückgewiesen. Das Gesamtvolumen ist nach gewerk-schaftlicher Auffassung „völlig inakzeptabel und meilenweit von einem Abschluss entfernt“. Zu einer vierten Ver-handlungsrunde kommen die Tarifvertragsparteien am 26. und 27. März in Stuttgart zusammen.
 
Die chemische Industrie steht vor großen Herausforderungen. Die hochinnovative Branche könne beispielsweise wichtige Beiträge leisten, um die Energiewende zu einem Erfolg zu führen, unterstrich Vassiliadis. In der Gestalt-ung des demografischen Wandels sei man gemeinsam ein gutes Stück vorangekommen, habe tarif- und sozial-politische Meilensteine gesetzt. „Diesen Weg wollen wir fortsetzen. Doch die Arbeitgeber verirren sich im provinz-iellen Kleinklein, führen Rechenkunststücke auf und verlieren darüber strategische Themen aus dem Blickfeld“, sagte Vassiliadis.

Die Arbeitgeber „wollen offenbar in dieser Runde eine Trendwende in der Entgeltpolitik durchsetzen“, sagte der IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann. „Sie wollen die Beschäftigten von einer fairen Teilhabe am wirtschaft-lichen Erfolg abkoppeln. 1,6 Prozent – das ist kein Angebot, sondern ein Dokument der Geringschätzung gegen-über den Leistungen der Beschäftigten.“
 
Hausmann unterstrich, dass die IG BCE einen Abschluss in freien Verhandlungen anstrebe. „In Stuttgart besteht dazu die letzte Möglichkeit. Gelingt dies nicht und schlägt auch die Schlichtung fehl, ist ein Arbeitskampf nicht länger ausgeschlossen. Täusche sich niemand über die Kraft und Stärke unserer Gewerkschaft. Wenn es sein muss, dann sind wir jederzeit handlungsfähig.“

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Chemie-Tarifrunde: Arbeitgeberangebot eine Provokation

Neuss. Die Chemie-Tarifverhandlungen blieben am Donnerstag (12. März) ohne konkretes Ergebnis. Die IG BCE wies ein Angebot der Arbeitgeber als „Provokation“ zurück. Die Gewerkschaft erhöht jetzt den Druck und ruft ihre Mitglieder zu Großdemonstrationen auf. Die Verhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten in 1.900 Betrieben werden am 26. und 27. März in Stuttgart fortgesetzt. Ein Arbeitskampf ist nicht länger ausgeschlossen.

Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Fortschritte legten die Arbeitgeber ein Angebot auf den Tisch. Danach sollen die Entgelte nach zwei bis drei Leermonaten um 1,6 Prozent angehoben werden. Die Gesamtlaufzeit beträgt nach Arbeitgebervorstellungen 15 Monate. Außerdem wollen die Arbeitgeber für das Jahr 2016 pro Beschäftigten 200 Euro zusätzlich in den betrieblichen Demografiefonds einzahlen.

Die IG BCE fordert eine Anhebung der Entgelte um 4,8 Prozent. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Demografie und Lebensarbeitszeit“ weiter entwickeln und den Demografiefonds ausbauen.

Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE: „Das Angebot ist eine Provokation. Die Arbeitgeber haben den Kontakt zur Realität verloren. Dieses Angebot ist ein Dokument der Ignoranz und der Arroganz. Die Branche verdient gutes Geld, die Konjunktur läuft robust auf hohem Niveau. Von dieser Entwicklung wollen sie uns abkoppeln. 1,6 Prozent - das ist komplett neben der Spur. Das Gesamtvolumen passt hinten und vorne nicht. Zum Ausdruck kommt hier vor allem die Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten. Es bleibt dabei: Wir wollen einen angemessenen und fairen Anteil; wir wollen das, was uns zusteht. In Sachen Demografie haben sich die Arbeitgeber leicht bewegt. Das ändert allerdings nichts daran, dass wir von einem Abschluss noch weit entfernt sind. In Stuttgart besteht die letzte Möglichkeit, in freien Verhandlungen doch noch zu einem Ergebnis zu kommen. Kommt es zu keinem Ergebnis, leiten wir das Schlichtungsverfahren ein. Auch ein Arbeitskampf ist dann nicht mehr ausgeschlossen.“

In den vergangenen zwei Wochen hat die IG BCE an über 300 Chemie-Standorten ihre Forderungen deutlich gemacht. 60.000 Beschäftigte beteiligten sich an den Aktionen. Nach der lokalen Welle erhöht die Gewerkschaft jetzt den Druck. Vor der entscheidenden Verhandlung Ende März zeigt die IG BCE Flagge: In Ludwigshafen, Köln und vier weiteren Städten finden Großdemonstrationen statt. Nähere Informationen folgen.

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Chemie-Tarifrunde: "IG BCE verlangt verhandelbares Angebot der Arbeitgeber"

Die Chemie-Tarifrunde war bisher geprägt von der Mauertaktik der Arbeitgeber. Die IG BCE erwartet, dass damit bei der dritten Verhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag (12./13. März) in Neuss endlich Schluss ist. „Die Arbeitgeber müssen ihren Kurs korrigieren und ein verhandelbares Angebot vorlegen“, so Peter Hausmann, Tarifvorstand und Verhandlungsführer der IG BCE.
 

Die IG BCE fordert eine Anhebung der Entgelte um 4,8 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Demografie und Lebensarbeitszeit“ weiterentwickeln und den Demografiefonds ausbauen.
 

Notwendig ist nach den Worten von Peter Hausmann ein deutliches Zeichen seitens der Arbeitgeber: „Wir haben die Arbeitgeberseite mehrfach gewarnt, ihre sture Haltung beizubehalten. Die Welle der Aktionen in und außerhalb der Betriebe zeigt, was die Beschäftigten von der Blockade halten - und wir sind auch weiterhin kampfbereit.“
 

Die Tarifverhandlungen finden statt im
Swissôtel Düsseldorf / Neuss
Rheinallee 1
41460 Neuss
Beginn ist am 12. März, 13 Uhr.

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Medieninformation der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Chemie-Tarifrunde / Verhandlungen vertagt: Arbeitgeber spielen mit dem Feuer

 

Kassel. Die Tarifverhandlungen für die 550.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie sind am Dienstag (24. Februar) ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor. Die Ge-spräche werden am 12. und 13. März in Neuss fortgesetzt. Die IG BCE fordert eine Anhebung der Entgelte um 4,8 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Demografie und Lebensarbeitszeit“ weiter entwickeln und den Demografiefonds aus-bauen.


Wie in den neun Verhandlungen auf regionaler Ebene brachte die Bundesrunde in Kassel keine Fort-schritte. Die Chemie-Konjunktur läuft stabil und robust auf hohem Niveau, die Arbeitgeber sehen den-noch nur einen minimalen Verteilungsspielraum für Entgelterhöhungen. Konkretisiert haben sie ihre Vorstellungen nicht.


Die Weiterentwicklung der Demografie-Tarifverträge kommt ebenfalls nicht voran, auch hier herrscht Stillstand. Die IG BCE will die Arbeitszeit stärker an den unterschiedlichen Lebensphasen orientieren. So müssen beispielsweise ältere Arbeitnehmer zeitlich entlastet werden, damit sie gesund das Rentenalter erreichen können. Die Gewerkschaft drängt darauf, in den Betrieben mehr für gesunde Arbeit und die Gesundheitserhaltung zu tun.


In den Belegschaften wächst der Unmut über die Blockadestrategie der Arbeitgeber. Die IG BCE wird jetzt ihre Mitgliedschaft mobilisieren, in den kommenden Tagen finden an über 300 Chemie-Standorten Aktionen und Kundgebungen statt.

Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE: „Sehr ordentliche Dividenden für Aktionäre, üppige Bonuszahlungen für Manager und ein paar Cents für die Belegschaften - das ist die Wunschvorstellung der Arbeitgeber. Das passt allerdings nicht zusammen. Die Gewinne werden von den Beschäftigten erarbeitet, das sind die Leistungsträger. Und das muss sich im Portemonnaie bemerkbar machen. Mit Argumenten allein kommen wir jedoch offenkundig nicht weiter. Wir werden deshalb jetzt die Ventile öffnen und unseren Forderungen demonstrativ Nachdruck verleihen. Vor den Toren, auf den Straßen und Plätzen wird die IG BCE Flagge zeigen. Die Arbeitgeber spielen mit dem Feuer. Sie sollten wissen: Die IG BCE ist kampfbereit und hat einen langen Atem.“

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Tarifrunde Chemie / Forderungsempfehlung

 

4 bis 5 Prozent mehr und

Entlastung für ältere Beschäftigte

 

 

 

 

Hannover. Der Hauptvorstand der IG BCE hat am Montag (10. November) die

Leitplanken für die kommende Chemie-Tarifrunde gesetzt und einstimmig eine

Forderungsempfehlung beschlossen. Danach sollen die Entgelte zwischen 4 und 5

Prozent steigen, die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Außerdem will die Gewerkschaft das Abkommen „Lebensarbeitszeit und

Demografie“ weiter entwickeln und den bestehenden Demografiefonds ausbauen.

 

 

Nach Einschätzung des IG-BCE-Hauptvorstands wird die deutsche Volkswirtschaft auch

im kommenden Jahr weiter wachsen, wenn auch vermutlich weniger stark, als noch vor

kurzem erwartet. „Zu Panik oder Schwarzmalerei besteht jedoch überhaupt kein Anlass“,

sagte IG-BCE-Tarifpolitiker Peter Hausmann. „Die Wirtschaft befindet sich nach wie vor in

einer guten Verfassung, der Richtungsanzeiger steht im Plus. Unsere prozentuale

Forderungsempfehlung entspricht exakt der Lage.“

 

Um die wirtschaftliche Situation in Deutschland auf hohem Niveau zu stabilisieren und

weiter zu stärken, müsse mehr investiert werden. Zugleich sei es erforderlich, für mehr

Nachfrage zu sorgen, so Hausmann. „Die Binnenkaufkraft muss rauf. Da brauchen wir

eine Entgeltsteigerung, die auch soziale Komponenten mit berücksichtigt.“

 

Die IG BCE will den bestehenden Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie“ weiter

ausbauen. Dabei geht es um bessere Rahmenbedingungen für gute und gesunde Arbeit,

die Weiterentwicklung von lebensphasenorientierten Arbeitszeitmodellen und ein hohes

Niveau der Nachwuchssicherung.

 

Außerdem will die Gewerkschaft neue Modelle zum gleitenden Übergang in den

Ruhestand auf den Weg bringen, konkret geht es um die Vier- und Drei-Tage-Woche ab

dem 60. Lebensjahr. Hausmann: „Ältere Beschäftigte müssen entlastet werden, damit sie

gesund und ohne finanzielle Einbußen in Rente kommen können.“

 

Die Forderungsempfehlung des IG-BCE-Hauptvorstands ist Grundlage für die jetzt

beginnende Diskussion in den rund 1900 Chemie-Betrieben. Die Ergebnisse werden in

den elf Tarifregionen zusammengeführt, am 22. Januar kommt die Bundestarifkommission

zusammen und beschließt endgültig über die Forderung. Die Verhandlungen werden aller

Voraussicht nach Ende Januar auf regionaler Ebene aufgenommen. Der Chemie-

Flächentarifvertrag gilt für rund 550.000 Beschäftigte.

 

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Abschluss in der chemische Industrie

3,7 Prozent mehr

 

XVIII/06

05.02.2014

 
 
 
 

Neues Tarifabkommen „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ unter Dach und Fach

Das Tarifpaket 2014 für die 550.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie ist geschnürt. Die Entgelte steigen um 3,7 Prozent. Das hohe Ausbildungsplatzniveau wird noch einmal gesteigert. Für die übernommenen Ausgebildeten wird die unbefristete Einstellung zum Normalfall. Darauf haben sich IG BCE und Chemie- Arbeitgeber am Mittwoch (5. Februar) nach einem zweitägigen Verhandlungs-marathon in Hannover geeinigt.

Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis: „Das Ergebnis steht in der Tradition einer erfolgreichen Tarifpolitik, die der wirtschaftliche Stärke der chemischen Industrie entspricht. Gleichzeitig sind wir einen weiteren Schritt auf dem Weg voran gekommen, den demographischen Wandel in der Branche zu ge-stalten. Mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen und ihnen gute Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, das ist die richtige Zukunftsstrategie.“

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann bewertet das Ergebnis als „einen angemessenen

und tragfähigen Kompromiss. Die kraftvollen Aktionen vor Ort haben Wirkung gezeigt, brachten Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen. Wir haben eine spürbare Erhöhung der Entgelte erreicht. Zudem ist es gelungen, die Ausbildungs- und Übernahmeperspektiven der jungen Leute zu verbessern. Die Ära der Befristungen geht zu Ende, wir haben eine Trendwende eingeleitet.“

 

Die Vereinbarungen im Einzelnen:

Entgelte

 

Einen Monat nach Ende der alten Tarifverträge steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen

um 3,7 Prozent für 13 Monate, die Gesamtlaufzeit beträgt 14 Monate.

In Unternehmen, die sich in gravierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, ist eine Verschiebung der Entgelterhöhung um maximal zwei Monate möglich.

Die Laufzeiten der Chemie-Verträge beginnen regional unterschiedlich: In den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen erfolgt die Erhöhung rückwirkend zum 1. Februar; in Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg und Berlin zum 1. März; im Saarland und in Nordost zum 1. April.

 

Ausbildung und Berufseinstieg

 

IG BCE und Chemie-Arbeitgeber haben einen neuen Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung und Berufs-einstieg“ abgeschlossen. In diesem Abkommen sind die bisherigen Regelungen „Zukunft durch Aus-bildung“, „Start in den Beruf“ (Förderung und Integration von jungen Menschen) und „Berufskompass Chemie“ zusammengefasst und fortgeschrieben.

Neu aufgenommen sind Normen zur Übernahme nach der Ausbildung.

Für übernommene Ausgebildete wird die unbefristete Einstellung zum Normalfall. Zur Überprüfung werden auf regionaler Ebene paritätisch besetzte Runde Tische eingesetzt, die Ergebnisse jährlich auf Bundesebene zusammengeführt und bewertet.

Das Ausbildungsplatzangebot in der chemischen Industrie wurde seit 2003 um über zehnProzent gesteigert. Trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen wollen die Tarifpartner das

erreichte hohe Niveau noch einmal anheben und haben einvernehmlich die Zielzahlen für

die Jahre 2014 bis 2016 festgelegt: Es werden jeweils 9.200 Ausbildungsplätze eingerichtet.

In den Vorjahren waren es jeweils 9.000 Plätze.

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XVIII/05

31.01.2014

Chemie-Tarifrunde in entscheidender Phase

Harte Zahlen auf den Tisch!

 

Die Tarifverhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten der chemischen Industrie befinden sich in der entscheidenden Phase. Am 4. und 5. Februar kommen IG BCE und Chemie-Arbeitgeber in Hannover zusammen. Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 60 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ fortschreiben und die Übernahmesituation nach der Ausbildung verbessern.

 

Neun Runden in den Regionen blieben ohne konkrete Ergebnisse, auch die erste Verhandlung auf Bundesebene (15. Januar, Darmstadt; s. Medieninfo XVIII/03) brachte keine substantiellen Fortschritte. Die IG BCE erwartet, dass die Chemie-Arbeitgeber ihre Blockadepolitik aufgeben und ein tragfähiges Angebot auf den Tisch legen.

 

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann: "Unsere Veranstaltungen vor Ort sind hervorragend besucht, die Resonanz in den Belegschaften ist ausgesprochen positiv. Der Unmut in den Betrieben wächst. Die Arbeitgeber wären gut beraten, diese Signale aufzunehmen. Die Zeit der Unverbindlichkeit ist vorbei, jetzt müssen endlich harte Zahlen auf den Tisch. Wir können in Hannover zu einem Ergebnis kommen - wenn die Prozente stimmen."

 

Die Tarifverhandlungen finden statt im

 

Maritim Airporthotel

Flughafenstr. 5

32669 Hannover

 

Verhandlungsbeginn am Dienstag, 4. Februar, ist um 13.00 Uhr.

 

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Stur und unbeweglich            

Arbeitgeber verschleppen Verhandlungen / Kein Angebot

 

 

Darmstadt. Die Tarifverhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie sind am Mittwoch (15. Januar) ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeber haben kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen werden am 4. und 5. Februar in Hannover fortgesetzt.

 

 

 

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann bewertete das Verhalten der Chemie-Arbeitgeber als „völlig neben der Spur, sie agieren stur und unbeweglich. Wir haben für diese Verschleppungstaktik überhaupt kein Verständnis, für unverbindliche Gespräche in der Endlosschleife stehen wir nicht zur Verfügung. In Hannover muss ein tragfähiges An-gebot auf den Tisch."

Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 60 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbil-dung" fortschreiben und die Übernahmesituation nach der Ausbildung verbessern.

Der Auftakt der Chemie-Tarifrunde lief im Dezember in den Regionen, doch in neun Verhandlungen gab es keine echten Fortschritte. Dieser Trend setzte sich jetzt auch bei dem ersten Treffen auf Bundesebene in Darmstadt fort. Die Einschätzungen der wirtschaftli-chen Lage weichen erheblich voneinander ab.

Dabei, so Hausmann, „zeigen die Daten der Wirtschaftsinstitute und unsere eigenen Er-hebungen: Der Chemie geht es insgesamt gut, die Konjunktur läuft auf hohem Niveau stabil und robust. Die Prognosen weisen nach oben – und weil es bergauf geht, ist es schlicht widersinnig, dass die Arbeitgeber auf die Bremse treten wollen. Das grenzt schon an Realitätsverweigerung, da machen wir nicht mit."

Die IG BCE wird jetzt ihren Forderungen demonstrativ Nachdruck verleihen, Aktionen vor Ort laufen an. „Die Arbeitgeber wären gut beraten, endlich in einen konstruktiven Verhand-lungsmodus zu schalten", unterstrich Peter Hausmann. „Die Erwartungshaltung ist hoch, der Unmut in den Betrieben wächst. Die IG BCE ist jederzeit in der Lage Ihre Mitglieder zu mobilisieren.

 

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Bericht im Kölner-Stadt-Anzeiger vom 07. Mai 2012 

Chemie-Beschäftigte sollen mehr arbeiten

TARIFRUNDE Arbeitgeber und Gewerkschaft setzen gegen den Fachkräftemangel auf konträre Rezepte

 

VON EVA ROTH

 

Berlin. Müssen Beschäftigte künftig wegen des demografischen Wandels länger arbeiten? Oder sollten im Gegenteil kürzere Arbeitszeiten möglich sein, damit sich Beschäftigte mehr um ihre Kinder und ihre alten Eltern kümmern können? Darüber streiten Gewerkschaft und Arbeitgeber der Chemieindustrie in den aktuellen Tarifverhandlungen.

Für die Arbeitgeber ist die Sache klar: "Da immer weniger junge Fachkräfte nachrücken, müssen die vorhandenen Mitarbeiter länger arbeiten", sagt Verhandlungsführer Hans-Carsten Hansen - allerdings ohne eine Stundenzahl zu nennen. Derzeit gilt in der Chemie-Branche die 37,5-Stunden-Woche. Eine Klausel ermöglicht es, die Belegschaft 40 Stunden arbeiten zu lassen. Zusätzlich leisten viele Mitarbeiter Überstunden.

Darüber hinaus wollen die Arbeitgeber Entlastungen für ältere Beschäftigte abschaffen. Bisher gilt: Wer 15 Jahre im Schichtdienst gearbeitet hat und älter als 55 Jahre ist, arbeitet 3,5 Wochenstunden weniger. Konkret haben diese Arbeiter weniger Schichten und öfter einen freien Tag. Solche "starren Regelungen" seien nicht mehr zeitgemäß, befindet Hansen.

Doch die Chemie-Gewerkschaft weist den Vorstoß der Arbeitgeber scharf zurück: "Das ist mit uns nicht zu machen", sagt Peter Hausmann. "Die Forderungen weisen in eine grundverkehrte Richtung", so der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Schließlich sollten die Beschäftigten künftig bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten. Eine zusätzliche Belastung führe dazu, dass noch mehr Menschen früher in Rente gehen müssten - und die Fachkräfte-Knappheit verschärft würde.

Hausmann skizziert einen Gegenvorschlag: "Es geht um die Reduktion der Arbeitszeit in bestimmten Lebensabschnitten", sagt er. "Für Ältere wollen wir gleitende Übergänge in den Ruhestand ermöglichen." Nötig seien auch "Entlastungsphasen" für Eltern oder Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Um die Arbeitszeit-Verkürzung zu finanzieren, sei eine Fonds-Lösung denkbar. In der Branche gibt es bereits einen Demografie-Fonds, in den Firmen jährlich gut 300 Euro pro Beschäftigten zahlen. Das Geld kann in Langzeitkonten fließen, damit Arbeitnehmer früher in Rente gehen können.

 

 

 

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Tarifverhandlungen Chemie
Arbeitgeber legen kein Angebot vor

 

Tarifpolitik anerkannt. Ob dies auch künftig bleiben wird, ist nach der regionalen Verhandlungsrunde für die 90.000 Beschäftigen in der Branche in Nordrhein am 19. April in Köln offen.

Die IG BCE fordert angesichts der sehr guten wirtschaftlichen Lage und den hohen Gewinnerwartungen der Unternehmen eine Erhöhung der Einkommen um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Darüber hinaus will die Gewerkschaft den bestehenden Tarifvertrag “Lebensarbeitszeit und Demografie“ weiterentwickeln.

 

Zum Flugblatt

Mehr Informationen
 

 

 

 

Tarifabschluss Chemische Industrie

 

4,5 Prozent und Entlastung für Ältere

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Ein bemerkenswerten Tariferfolg der IG BCE: Um 4,5 Prozent steigt das Entgelt der rund 550.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie. Erneut ein deutliches Plus im Portemonnaie nach den 4,1 Prozent im vergangenen Jahr. Zugleich ist es gelungen, die Altersfreizeiten in vollem Umfang zu erhalten und die Versuche der Arbeitgeber auf eine Ausweitung der wöchentlichen tariflichen Arbeitszeit abzuwehren.

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Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Ortsgruppe Elsdorf
webmaster@igbce-elsdorf.de