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 Tarifverhandlungen Steinkohle / Hausbrand: Energiebeihilfe für Bergleute langfristig gesichert


Herne. Der Anspruch auf den sogenannten Hausbrand  für aktive und ehemalige Bergleute im Stein-kohlenbergbau ist tarifvertraglich neu geregelt: Lieferungen in Form von Kohle sind bis Ende 2018 abgesichert, ab 1. Januar 2019 werden sie in monetäre Energiebeihilfe umgewandelt. Anspruchsbe-rechtigte Rentner und Witwen erhalten eine Abfindung. Darauf haben sich IG BCE und der Gesamtver-band Steinkohle am Mittwoch geeinigt.  Notwendig wurde die Regelung vor dem Hintergrund der politisch beschlossenen Beendigung des Steinkohlenbergbaus Ende 2018.


Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE:  „Wir haben die ersatzlose Streichung der Kohle-deputate erfolgreich verhindert. Der Anspruch auf diese Leistung ist damit weiterhin anerkannt und garantiert. Darüber hinaus hat die Vernunft über Versicherungsmathematik gesiegt, indem wir mit der langfristigen Sicherung der Energiebeihilfe und einem ausgewogenen Abfindungsmodell eine vorteilhafte Lösung für unsere Mitglieder gefunden haben. Außerdem haben wir eine Mindestab-sicherung für mehr als 20.000 Rentner erzielt. Das ist ein großer Erfolg.“

Die Förderung deutscher Steinkohle läuft Ende 2018 aus. Lieferungen von Deputatkohle können daher nach 2018 nicht mehr stattfinden. Die Leistung erfolgt ab 1. Januar 2019 deshalb ausschließlich in Form einer monetärer Energiebeihilfe.

Rentner und Witwen erhalten im Juni 2015 eine nach den heutigen individuellen Ansprüchen und dem Lebensalter berechnete Abfindung.

Mehr als 2.300 Beschäftigte erfolgreich vermittelt

Darüber hinaus wurde in den Verhandlungen der Tarifvertrag zur Gestaltung sozialverträglicher Personalmaßnahmen anlässlich der Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus aufgehoben. Dabei ging es unter anderem um die Verlegung von Mitarbeitern in das RAG-eigene Mitarbeiterent-wicklungscenter, das jetzt aufgelöst wurde. Mehr als 2.300 Arbeitnehmer wurden mit diesem Tarifvertrag erfolgreich auf Arbeitsplätze außerhalb des Steinkohlenbergbaus vermittelt. „Wir sind uns mit dem Gesamtbetriebsrat und dem Unternehmen einig, dass es in den kommenden drei Jahren gute Chancen gibt, auch für die verbleibenden rund 750 Beschäftigten bis zum Ende des Steinkohlenbergbaus 2018 eine Lösung zu finden“, so Peter Hausmann.

 

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Tarifabschluss Steinkohle:

3,6 Prozent mehr und 600 Euro Einmalzahlung

Die Entgelte der rund 13.000 Beschäftigten im Steinkohlenbergbau steigen um 3,6 Prozent zum 1. Mai 2015. Zudem erhalten die Beschäftigten im März eine Einmalzahlung von 600 Euro. Darüber hinaus wird die Jahres-vergütung auf dem heutigen Niveau von 2.156 Euro festgeschrieben. Darauf einigten sich IG BCE und Arbeitgeber am Mittwoch (11. März) in Herne.

 

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann wertet das Ergebnis als „guten Abschluss in einer schwierigen Zeit. Es ist gelungen, dass die Bergleute nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Trotz Personalanpassung und Versetzungen leisten die Beschäftigten einen hervorragenden Job – das schlägt sich nun auch in einem realen Einkommenszuwachs nieder.“

 

Der Tarifabschluss im Einzelnen:

  1. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2015 um 3,6 Prozent.
  2. Die Ausbildungsvergütungen steigen je Ausbildungsjahr um 25 Euro.
  3. Die Einmalzahlung von 600 Euro wird im März ausgezahlt. Die Auszubildenden erhalten 100 Euro.
  4. Die Jahresvergütung wird dauerhaft auf 2.156 Euro festgeschrieben
  5. Der neue Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2016.

Offen ist die Frage, wie künftig mit dem Thema Hausbrand bzw. Energiebeihilfe umgegangen wird. Peter Hausmann forderte die Arbeitgeber zu zügigen und konstruktiven Verhandlungen auf. Hausmann: „Wir können hier nicht einfach das Ende der Steinkohleförderung 2018 abwarten und sehenden Auges zuschauen, wie dann die Hausbrandlieferungen und Energiebeihilfe eingestellt werden. Die IG-BCE-Mitglieder brauchen hier Planungssicherheit.“

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Ortsgruppe Elsdorf
webmaster@igbce-elsdorf.de